Bericht zur Ausbildung „Feuerwehrführerschein“

 

Am Freitag, den 12. April 2019 eröffnete die Wehrleitung der Verbandsgemeinde Rodalben im Feuerwehrgerätehaus Leimen die erste Ausbildung zum Erwerb des Feuerwehrführerscheins.


Dieser Führerschein befähigt Mitglieder einer Hilfsorganisation, in Verbindung mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B, zum Führen eines Einsatzfahrzeugs mit zulässiger Gesamtmasse von bis zu 7,49 Tonnen.

In der Verbandsgemeinde Rodalben sind nebst den großen Tanklöschfahrzeugen, für die es ohnehin einen Führerschein der Klasse C/CE bedarf, folgende Einsatzfahrzeuge in der Fahrzeugklasse bis 7,49 Tonnen:


1.    KLF in Clausen und Donsieders,
2.    TSF-W in Leimen,
3.    MZF 2 und
4.    ELW 1 der Stützpunktwehr Rodalben (2019 neu in Dienst gestellt)


Es wird deutlich, dass für die genannten Einsatzfahrzeuge - speziell in den kleineren Löscheinheiten - ein herkömmlicher Führerschein der Klasse B bereits nicht mehr ausreicht und es entweder einer höheren Führerscheinklasse (C/CE) oder einer Zusatzausbildung bedarf.

Die erfolgte Zusatzausbildung (Erwerb des Feuerwehrführerscheins) präsentieren wir nachfolgend:

Vier Ausbilder aus der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land erklärten sich im Zeitraum von ca. vier Wochen bereit, insgesamt zwölf Teilnehmern aus der Verbandsgemeinde Rodalben entsprechend auszubilden.
In einer zweistündigen Theorieausbildung am ersten Ausbildungsabend wurden die Grundregeln des Straßenverkehrs aufgefrischt, sowie auf Besonderheiten beim Führen eines Kraftfahrzeugs über 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse näher eingegangen:
Hier wurden beispielsweise die besonderen Fahrzeugabmessungen (Länge & Breite), Verkehrszeichen (Durchfahrtsverbot für höhere Gewichtsklassen), als auch das veränderte Fahrverhalten der größeren Einsatzfahrzeuge gelehrt. Unumgängliche Themen der Ausbildung sind Besonderheiten zu Geschwindigkeitsregeln, Bestimmungen der Ladungssicherung, gleichwohl Kenntnisse im Bereich Sonder- und Wegerechte.

Nach Abschluss der Theorieausbildung begann schon direkt am Folgetag die Praxisausbildung. Der Gesetzgeber schreibt vor, die erste Praxisausbildung im nichtöffentlichen Straßenverkehr zu absolvieren, bevor der Ausbildungsteilnehmer mit Fahrzeugen entsprechender Gewichtsklassen <3,5 Tonnen im öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt.
Die zwölf Teilnehmer wurden zum Praxisteil in vier Gruppen à drei Teilnehmer getrennt. Im ersten Schritt wurden diese hinsichtlich spezieller Fahrzeugeigenschaften (Länge & Breite), Wenden und Rangieren, als auch dem Einparken seitlich und rückwärts mittels Einweiser sensibilisiert.
Im weiteren Verlauf musste jeder Teilnehmer sechs Fahrstunden à 45 Minuten im öffentlichen Straßenverkehr absolvieren.  Hierbei wurden wiederum die Fähigkeiten aus dem ersten Praxisteil vertieft. Weiterhin sieht der Ausbildungsplan überörtliche Fahrten, sowie Fahrten auf Bundesstraßen/Autobahnen vor.
Im Anschluss an die erfolgten Fahrstunden absolvierte jeder Teilnehmer eine 45-minütige Prüfungsfahrt, welche alle Teilnehmer in der zweiten Mai-Woche bestanden.
Am Mittwoch, den 10. Juli, überreichten die Ausbilder zusammen mit der hiesigen Wehrleitung die Feuerwehrführerscheine und lobten das hervorragende Engagement aller Teilnehmer.
Besonderer Dank gilt den Ausbildern der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land, welche die zahlreichen Ausbildungsstunden binnen kürzester Zeit ermöglichten.

 

feuerwehrfuehrerschein


Bild zum Lehrgangsabschluss - Symbolische Übergabe des Führerscheins

Personennennungen zum Bild:
Hintere, obere Reihe (v.l.): Julian Bachmann, Timm Zimmer, Sven Meyer, Jan Matheis
Vordere Reihe (v.l.): Benjamin Helfrich (stellv. WL), Christoph Kästner (WL), Volker Stöß (Ausbilder), Patrick Wetzke, Christian Ritter, Thomas Becker, Hans-Peter Maschino (Ausbilder)

Führerscheinübergabe (v.l.): Stefan Germann und Bernd Hunsicker (Ausbilder)

Es fehlten: Marc Bachmann, Tim Gerlach, Tobias Seewald, Daniel Rindermann, Matthias Kelsch (Ausbilder)