Atemschutzübungsanlage

Im Jahre 1992 wurde erstmals eine Atemschutzübungsanlage eingerichtet. Auf dieser konnten die nach Feuerwehrdienstvorschrift 7 (Atemschutz) einmal jährlich durchzuführenden Belastungsübungen abgeleistet werden.
Nach zahlreichen Änderungen der entsprechenden Bestimmungen entschloss sich der Landkreis Südwestpfalz als Betreiber die Übungsanlage im Jahre 2010 komplett zu modernisieren.
So umfasst diese aktuell einen Aufenthaltsraum mit Anmeldeterminal, einen Vorbereitungsraum, den Arbeitsraum, einen Wärmegewöhnungsbereich sowie die Übungsstrecke selbst. Ebenso sind angrenzend Sanitärräume im Feuerwehrgerätehaus vorhanden.
Die gesamte Übung wird durch ausgebildete Kreisübungsleiter in der Zentrale überwacht. Zur Sicherheit der Probanten wird ständig eine Herzfrequenzmessung durchgeführt. Natürlich sind auch adäquate Sanitätsmaterialien sowie ein Sauerstoffgerät und ein automatischer Defibrillator vorhanden.
Die gesamte Belastungsübung wird zusätzlich durch sechs Kontrollpunkte über die Software "ASÜS" kontrolliert und das Ergebnis später schriftlich dokumentiert und für die Atemschutznachweisung bescheinigt. Zur Sicherheit der Übungsteilnehmer werden alle Räume videoüberwacht. Der Wärmegewöhnungsbereich sowie die Übungsstrecke sind zusätzlich mit zwei Wärmebildkameras ausgestattet.
Die je nach Alter erforderliche Arbeitsleistung wird u. a. an den vier Leistungsgeräten im Arbeitsraum (Laufband, Fahrradergometer, Oberkörperergometer sowie Endlosleiter) abgeleistet.
Die verdunkelte Übungsstrecke ist neben diversen Hindernissen u. a. mit einem Rohr, Schiebetüren, Rolläden sowie einem Rollband ausgestattet. Ebenso ist eine moderne Verneblungsanlage, eine Akkustikanlage, mehrere Heisszonen sowie diverse Lichteffekte vorhanden, welche eine realistische Einsatzdarstellung abbilden lässt.
Durch die zusätzliche Ausstattung der Übungsanlage mit einer "heissen Tür", einer druckluftbeaufschlagten Angriffsschlauchleitung sowie einer Übungspuppe können ebenso effektiv die Türöffnung im Innenangriff, Personenrettung oder ähnliche Szenarien vor Ort geübt werden. Diese Übungsanlage steht jeder dem Landkreis angehörigen Gebietskörperschaft nach Terminabsprache und Einweisung von Fachpersonal kostenfrei zur Verfügung.