Großer Einsatz für kleine Lebensretter: Brandschutzerziehung an der Grundschule Merzalben-Leimen
65 Nachwuchsfeuerwehrleute meistern anspruchsvolles Einsatzszenario an der Sängerhalle.
Ein Unfall bei Bauarbeiten, ein daraus entstehender Gebäudebrand und mehrere vermisste Personen: Bei der diesjährigen Abschlussübung der Jugendfeuerwehren der Verbandsgemeinde Rodalben wartete auf den Feuerwehrnachwuchs ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Einsatzszenario. Insgesamt waren 85 Personen – darunter 65 Jugendliche und 20 Betreuerinnen und Betreuer – an der Übung in Leimen beteiligt.
Angenommen wurde ein Unfall bei Bauarbeiten an der Sängerhalle. Eine Person war unter einem Radlader eingeklemmt worden. Ein Mitarbeiter, der hinter der Halle Schweißarbeiten durchführte, hörte die Hilferufe seines Kollegen, ließ daraufhin sein Schweißgerät zurück und eilte nach vorne vor das Gebäude.
Zunächst wurde die Löscheinheit Leimen zu einem technischen Hilfeleistungseinsatz mit eingeklemmter Person alarmiert. Bereits auf der Anfahrt stellten die Einsatzkräfte jedoch eine starke Rauchentwicklung fest. Durch das zurückgelassene Schweißgerät war im hinteren Bereich der Sängerhalle ein Brand entstanden. Zusätzlich galten vier Personen im Gebäude als vermisst.
Die zuerst eintreffende Löscheinheit Leimen kümmerte sich umgehend um die Befreiung der unter dem Radlader eingeklemmten Person und leitete gleichzeitig erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung ein. Da der erste Löschversuch nicht zum gewünschten Erfolg führte und sich das angenommene Feuer weiter ausbreitete, wurden nach und nach weitere Löscheinheiten alarmiert.
Zunächst rückte die Löscheinheit Münchweiler, anschließend Merzalben und Donsieders sowie schließlich Clausen und Rodalben zur Unterstützung an. Damit waren alle Löscheinheiten der Verbandsgemeinde Rodalben in das Übungsgeschehen eingebunden.
Clausen und Münchweiler übernahmen den Innenangriff und die Suche nach den vermissten Personen im verrauchten Gebäude. Unter Atemschutz wurde die Sängerhalle von zwei Seiten abgesucht: Die Löscheinheit Clausen übernahm den vorderen, die Löscheinheit Münchweiler den hinteren Gebäudebereich.
Parallel dazu wurde auf der rechten Gebäudeseite ein umfangreicher Löschangriff aufgebaut, um eine weitere Ausbreitung des angenommenen Brandes zu verhindern. Die weiteren Einheiten unterstützten die Brandbekämpfung und stellten die notwendige Wasserversorgung sicher. Auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Von oben wurde das Dach gewässert, um ein Übergreifen des Brandes auf den vorderen Gebäudeteil zu verhindern.
So konnten die Jugendlichen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zahlreiche Bereiche der Feuerwehrarbeit trainieren – von der technischen Hilfeleistung über die Menschenrettung und Brandbekämpfung bis hin zur Zusammenarbeit mehrerer Löscheinheiten an einer größeren Einsatzstelle.
Organisiert wurde die Abschlussübung gemeinsam mit den Jugendwartinnen und Jugendwarten unter Leitung von Verbandsgemeinde-Jugendwart Jens Dresen. Ein besonderer Dank gilt allen Jugendwartinnen und Jugendwarten sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Übung mitwirkten.
Der Übung wohnten auch Verbandsbürgermeister Peter Spitzer sowie der Leimener Ortsbürgermeister Alexander Frey bei und machten sich vor Ort ein Bild von der Arbeit und dem Können des Feuerwehrnachwuchses.
Ein großes Dankeschön geht an Verbandsbürgermeister Peter Spitzer und die Verbandsgemeinde Rodalben für die stetige Unterstützung der Jugendfeuerwehren und für die Verpflegung im Anschluss an die Übung.
Ein besonderer Dank gilt außerdem der Löscheinheit Leimen und dem Förderkreis der Freiwilligen Feuerwehr Leimen, die in diesem Jahr die Bewirtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernahmen und damit für einen gelungenen Abschluss des Übungstages sorgten.
Die gemeinsame Abschlussübung zeigte einmal mehr, wie gut die Jugendfeuerwehren innerhalb der Verbandsgemeinde zusammenarbeiten. Für die 65 Nachwuchsfeuerwehrleute standen dabei nicht nur feuerwehrtechnisches Können, sondern vor allem auch Teamarbeit, Kommunikation, Verantwortung und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt.
Die erfolgreiche Übung machte damit auch deutlich: Eine starke Jugendfeuerwehr ist die Grundlage für eine starke Feuerwehr von morgen.



